Von der Idee zum Tragen - die Geschichte der MADALO Tragetücher

 

Alles beginnt im MADALO chatter oder in MADALOs Büro in Münster. Dort werden entweder von den Kundinnen von MADALO oder von Yuridia und Christoph die Designs der neuen Tragetücher, also Farben, Farbverläufe, Webarten und Schuss- und Kettfäden bestimmt.

Sobald das Design feststeht, wird die entsprechende Baumwolle bestellt. Für die Babytragetücher verwendet MADALO ausschließlich OEKO-TEX® 100, welweit nach Klasse 1 für Babys zertifizierte und gekämmte Baumwolle, die für Ihre besondere Reinheit, Stabilität und Weichheit bekannt ist und dadurch einen exzellenten Tragekomfort ermöglicht.

 

Die Baumwolle wird nun in die Weberei von Juan und Jose geliefert und das Weben kann fast beginnen!

 

Zunächst muss aber die Anordnung der fast 1000 Kettfäden (das sind die Baumwoll-Fäden, die in Längsrichtung des Tragetuches verlaufen) gemäß der gewünschten Farben und Farbverläufe berechnet werden. Dies passiert wiederum in Münster, Deutschland.

 

Anschließend werden die knapp 1000 Fäden nacheinander von Juan um den Schärrahmen gewickelt. Hierzu hält Juan jeweils Gruppen weniger Fäden entsprechend des Farbverlaufes in einer Hand. Mit der anderen Hand dreht er den Schärrahmen um sich selbst, insgesamt je nach Anzahl der Farben und Feinheit des Farbverlaufes ca. 5000 Mal! Diese Arbeit ist entsprechend aufwendig und erfordert eine sehr hohe Konzentration. Je nach Farbanzahl und Feinheit der Farbverläufe benötigt Juan 2 – 6 Tage.

Darauf werden die Fäden, wiederum per Hand, vom Schärrahmen gewickelt und in der richtigen Reihenfolge der Farben wie ein großes Wollknäuel bzw. ein langer Zopf in einem Transportgefäß gelagert. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich die Fäden nicht verheddern! Anschließend wird der „Baumwoll-Zopf“ zwischen Nägeln hindurch, die zum Sortieren und der Fixierung dienen, am Mittelpunkt des Kettbaumes befestigt. Zum Aufwickeln der knapp 1000 Baumwollfäden um den Kettbaum werden jetzt drei Personen benötigt: zwei Personen drehen den Kettbaum und die dritte führt den Baumwollzopf unter Spannung nach, so lange bis die Baumwollfäden in der gesamten Länge um den Kettbaum gewickelt sind.

Anschließend werden die Fäden in der farblich richtigen Reihenfolge einzeln mit den Kettfäden des zuvor gewebten Tuches per Knoten verbunden und können dann in die Schäfte des Webstuhls eingefädelt werden. Hierfür werden Konzentration, gute Augen und Ausdauer benötigt, denn das Einfädeln dauert insgesamt ca. 2 Tage!


Nach den Kettfäden werden dann die Handschiffchen, die auf dem Webstuhl die Schussfäden zwischen den Kettfäden hindurchschießen, vorbereitet. Hierzu werden die einzelnen Fäden per Hand mittels einer Fahrradfelge auf Spulen gesponnen.

Und jetzt kann das Weben beginnen :) 

 

Jeder Schussfaden wird für ein z.B. fünf Meter langes Tragetuch 4500 Mal zwischen den Kettfäden hindurchgeschossen. Mit Hilfe der Fußpedale wird parallel dazu die Webart, also zum Beispiel Diamantköper- oder Fischgratwebung, eingestellt.

Mit viel Geduld und Liebe wird der gesamte Kettbaum gewebt, so dass eine sehr langer Stoffballen entsteht.
Diese Ballen werden dann vorsichtig verpackt und nach Deutschland gesendet.

In Deutschland werden dann die Tragetücher zugeschnitten und gesäumt und sind dann fertig für den Versand zu den neuen Besitzern.

Bei und mit Euch wird die Geschichte der Tragetücher dann weiter erzählt!

 

MADALO - handgewebte Geschichten!